STRIVE für Industrie und Forschung

Haptik für die digitale Produktentwicklung.

Von industrieller Produktvalidierung bis zur Forschung: STRIVE ergänzt VR um spürbares Feedback und macht digitale Modelle zu realitätsnäheren Entscheidungs- und Trainingsumgebungen.

Entwicklungsingenieur bei einer VR-Validierung an einem digitalen Fahrzeugmodell

Industrielle Produktentwicklung

Vom Digital Twin zur fühlbaren Produktentscheidung.

Im Digital Twin und Industrial Metaverse lassen sich Produkte, Arbeitsplätze und Prozesse früh virtuell erleben. STRIVE ergänzt die visuelle Simulation um physische Rückmeldung: Anwender spüren Grenzen, Kontakte und Kollisionen direkt am Körper. So wird die virtuelle Beurteilung zu einer realitätsnäheren Grundlage für Entwicklung und Absicherung.

  • Produkte und Arbeitsplätze bewerten, bevor physische Hardware verfügbar ist
  • Konstruktions-, Ergonomie- und Prozessrisiken früher erkennen
  • Hardwareprototypen und kostspielige späte Änderungen gezielt reduzieren

Konkrete Einsatzbereiche

Vier Aufgaben, bei denen fühlbares Feedback den Unterschied macht.

Wo Sicht allein nicht reicht, macht STRIVE virtuelle Grenzen und Kontakte körperlich erfahrbar – für realitätsnähere Prüfungen und wirksameres Training.

01

Erreichbarkeitstests

Prüfen, ob Bauteile, Bedienelemente und Montagepositionen für unterschiedliche Körpergrößen tatsächlich erreichbar sind.

02

Ergonomiestudien

Bewegungsräume, Körperhaltungen und Kontakte an Kopf, Brust, Hüfte oder Beinen realitätsnäher bewerten.

03

Montage- und Baubarkeitstests

Absichern, ob Komponenten montiert, Werkzeuge geführt und geplante Arbeitsschritte praktisch ausgeführt werden können.

04

Training und Prozessabsicherung

Abläufe mit spürbaren Kontaktpunkten wiederholbar trainieren und verbessern – auch bevor eine reale Anlage oder ein Produkt verfügbar ist.

Wissenschaftlich evaluiert

Was Automotive-VR-Fachleute über STRIVE sagen.

In einer veröffentlichten Expertenstudie testeten 16 VR-Fachleute aus der Automobilindustrie STRIVE in fünf praxisnahen Anwendungsfällen.

Studie bei ACM ansehen

„Es gibt mir die Möglichkeit zu erkennen, wie eng es in meinem physischen und ergonomischen Raum ist.“

Teilnehmer der Expertenstudie · aus dem Englischen übersetzt

„Mit dem Force Feedback muss ich mich nicht zuerst auf meine Augen verlassen – das entlastet mich.“

Teilnehmer der Expertenstudie · aus dem Englischen übersetzt

„Ohne dieses haptische Gefühl hat man einfach weniger Rückmeldung […] und weiß nicht, ob das tatsächlich möglich ist.“

Teilnehmer der Expertenstudie · aus dem Englischen übersetzt
  • 14 von 16Fachleute wollen STRIVE in ihrer täglichen Arbeit einsetzen.
  • 13 von 16konnten den verfügbaren Bauraum und den Platz für notwendige Bewegungen besser wahrnehmen.

Quelle: Achberger et al., STRIVE: String-Based Force Feedback for Automotive Engineering, UIST 2021. Aussagen und Ergebnisse beziehen sich auf den im Paper untersuchten STRIVE-Prototyp.

Drei realisierte Beispiele

Früher Fehler erkennen. Hardwareprototypen reduzieren. Kosten vermeiden.

STRIVE macht physische Wechselwirkungen bereits im virtuellen Entwicklungsprozess spürbar. Dadurch lassen sich Fehler früher erkennen und vermeiden, Validierungsschleifen verkürzen und Hardwareprototypen gezielt reduzieren – genau dort entsteht wirtschaftlicher Mehrwert.

Illustration einer virtuellen Radhausprüfung mit haptischem Kopfkontakt
Illustrative Darstellung*
01

Frühe Fehlererkennung

Sichtprüfung im Radhaus

Prüffrage
Ist der Arbeitsraum für die Sichtprüfung realistisch zugänglich?
Spürbare Kollision
Kopfkontakt mit der virtuellen Fahrzeuggeometrie.
Ergebnis
Der Arbeitsraum ließ sich realistischer bewerten und ein potenzieller Fehler wurde früh erkannt.
Illustration eines Monteurs bei der Erreichbarkeitsprüfung einer Dachantenne
Illustrative Darstellung*
02

Kürzere Entwicklungszeit

Montage eines Antennenmoduls

Prüffrage
Ist die vorgesehene Montageposition tatsächlich erreichbar?
Spürbare Kollision
Kontakt an Brust und Bein während des Montagevorgangs.
Ergebnis
Die reale Erreichbarkeit konnte bestimmt werden, ohne auf vorhandene Hardware zu warten.
Illustration einer Kopffreiheitsprüfung beim Einstieg in ein virtuelles Fahrzeug
Illustrative Darstellung*
03

Weniger Prototyping

Einstieg in ein Fahrzeug

Prüffrage
Bleibt beim Einsteigen ausreichend Bewegungsraum für den Kopf?
Spürbare Kollision
Kopfkontakt beim Durchqueren des Türausschnitts.
Ergebnis
Die Kollision konnte ohne Beschaffung und Aufbau eines Hardwareprototyps geprüft werden.

* Hinweis zu den Darstellungen: Die gezeigten Bilder wurden zur Veranschaulichung erstellt. Die beschriebenen Anwendungsfälle wurden bei einem Automobilhersteller realisiert; Originalaufnahmen können aus Vertraulichkeitsgründen nicht veröffentlicht werden.

Von Industrie bis Forschung

Wo Menschen in VR arbeiten oder interagieren, erweitert STRIVE die Erfahrung um eine entscheidende Dimension.

STRIVE ist nicht auf einzelne Branchen oder Prüfaufgaben beschränkt. Überall dort, wo virtuelle Umgebungen für Entwicklung, Simulation, Training oder Forschung genutzt werden, macht körperliches Feedback Interaktionen verständlicher, realistischer und aussagekräftiger.

Forschende bei der Interaktion mit einem virtuellen Robotermodell in einem VR-Labor

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